Hunderassen
Kontakt

Neufundländer

NeufundländerDer Neufundländer kommt – wie der Name schon sagt – von der kanadischen Atlantikinsel Neufundland.

Er entstand vermutlich aus einer Kreuzung einheimischer Hunde mit dem großen, schwarzen Bärenhund, welchen die Wikinger dort hinbrachten. Seine ursprünglichen Wurzeln sind bis heute nicht so genau definiert. Man vermutet, daß seine Vorfahren verschiedene europäische Hunderassen waren, von Fischern auf die Insel gebracht, sowie natürlich auch die Inselhunde der dort lebenden Indianer. Vielleicht hat sich der Polarhund der Inuit ebenfalls eingekreuzt.

Im 18. Jahrhundert sprach Kapitän Cartwright das erste mal von dem Neufundländer. Infolgegessen wurde diese Hunderasse im 19. Jahrhundert dann als eigenständige Rasse anerkannt.

Neufundländer – seine Verwendung

Neufundländer BücherNeufundländer ZubehörNeufundländer PflegeNeufundländer SchilderNeufundländer FutterNeufundländer Mode
Der Neufundländer ist ein Arbeitshund gewesen. Sein Einsatz im 17. Jahrhundert war als Lastenzieher und Wasserhund. Er wurde vor allem von den Fischern eingesetzt, um die Netze aus dem Wasser zu holen. Das dichte, wasserabweisende Fell mit der dicken Unterwolle ist wie geschaffen zum Schwimmen. Die Europäer haben ihn als Zugtier mitgenommen.

Seine körperliche Stärke kann man immer noch einsetzen um z.B. einen Schlitten zu ziehen.

Seine Apportierfreudigkeit ist oft genutzt worden um z.B. die Fischernetze einzuholen oder auch als Rettungshund und Badeaufsicht.

Im 19. Jahrhundert dann entdeckte vor allem die Oberschicht Englands diesen Hund als Rettungshund. Die legendären Geschichten, die man sich über diese Hunderasse erzählte, machte den Neufundländer zu einem Mode- und Luxushund.

Wie sieht der Neufundländer aus?

Der Neufundländer sieht aus wie ein großer, gemütlicher Knuddelbär.

Der Rüde wird bis zu 71 cm hoch und die Hündin bis ca. 66 cm. Neufundländer wiegen bis zu 70 kg.

Der Körper ist kräftig und solide gebaut, aber er wirkt dabei nicht schwerfällig.

Die kleinen dreieckigen Ohren und dazu die dunklen Augen – irgendwie hat er immer einen etwas melancholischen Gesichtsausdruck.

Fell, Farben und Pflege

Das dichte Fell ist relativ lang. Das Deckhaar ist dicht, lang und kräftig mit einer weichen und wasserabstoßenden Unterwolle. Diese dicke, weiche Unterwolle lässt ihn wirklich bärig erscheinen. Das Fell braucht sehr viel Pflege, sonst bilden sich leicht Filzknoten. Es gibt gute Bürsten für eine passende Fellpflege.

Es gibt ihn – laut Rassestandard – in drei Farben, nämlich in schwarz (ein leicht rötlicher Schimmer ist möglich), in braun (von schokobraun bis bronzefarben) und in schwarz-weiß (ähnlich dem Landseer). Mitunter können auch Abzeichen vorkommen.

Wesen, Temperament, Charakter

Es ist ein richtiger Familienhund. Sein Wesen ist sehr gutmütig und freundlich. Er ist sehr treu, unternehmungslustig, friedlich, gutmütig und sehr lernfähig.

Ein Neufundländer ist zwar draußen sehr aktiv, aber im Haus ist er sehr gemütlich. So kann man es ihm geradezu ansehen – er überlegt, lohnt es sich aufzustehen oder zu bellen oder doch lieber nicht?

Von Kindern lässt er sich viel gefallen und wird es ihm zuviel, dann steht er halt auf und geht woanders hin. Genauso macht es der Labrador, der übrigens von ihm abstammt.

Seine Größe und sein bärenhaftes Aussehen bringt ihm den Respekt der Menschen – das allein reicht zum Beschützen seiner Familie schon aus. Aggressiv ist er mit Sicherheit in keiner Weise – nicht Menschen und auch nicht anderen Tieren gegenüber.

Seine körperliche Stärke kann man immer noch einsetzen um z.B. einen Schlitten zu ziehen – was auch lange Zeit gemacht wurde.

Erziehung

Im Großen und Ganzen sind Hunde dieser Rasse sehr leicht erziehbar, denn ihre positiven Eigenschaften überwiegen. Sie arbeiten gern mit dem Menschen zusammen und wollen infolgedessen auch alles richtig machen.

Ein Neufundländer ist draußen sehr aktiv – vor allem schwimmt er für sein Leben gern und taucht auch. Die Hunde brauchen auch die Beschäftigung und das lässt sich bei der Erziehung ausnutzen.

Haltung und Auslauf

Man sollte den Neufundländer allerdings nicht als Wohnungshund nehmen, da er schon auf Grund seiner Größe viel Platz braucht. Ideal für seine Haltung ist ein Haus mit großem Garten.

Der Neufundländer liebt lange Spaziergänge und ein Bad im kühlen Nass. Wenn Sie sich für diese Hunderasse entscheiden, dann müssen Sie immer damit rechnen – an einem Bach oder Fluss oder Baggersee springt er rein und tollt dann glücklich im Wasser umher.

Er ist gern an der frischen Luft, auch Regen, Wind und Sonne machen ihm nichts, doch die Sonneneinstrahlung sollte nicht zu stark sein. Ein schattiges Plätzchen im Sommer sollte immer vorhanden sein. Am Strand lässt er sich gern in den kühlen, feuchten Sand einbuddeln.

Rassetypische Krankheiten

Wenn Sie einen Neufundländer beim Züchter kaufen, achten Sie auf den Nachweis der HD Freiheit. Denn die HD (Hüftdysplasie) ist leider eine der möglichen Knochenerkrankungen großer Hunde. Allerdings ist sie vor allem eine Erbkrankheit und wird von verantwortungsvollen Züchtern durch Vorsorge und Auslese vermieden.

Lebenserwartung

Wie die meisten schweren und großen Hunderassen, werden die Hunde dieser Rasse nicht besonders alt. Durchschnittlich erreichen Neufundländer Hunde ein Alter von 8 bis 10 Jahren.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihrem Bären!

Neufundländer Fotos

Neufundländer
Der Neufundländer gehört zu den Vorfahren des Labrador

Graubrauner Neufundländer
Graubrauner Neufundländer

Neufundländer-Welpe im Schnee
Neufundländer-Welpe spielt zum ersten Mal im Schnee